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Electronic VAT Compliance

RTIR in Ungarn, Echtzeitmeldungen für Rechnungen Seit dem 1.

Juli 2018 ist in Ungarn ein System für die Mehrwertsteuer-Echtzeitmeldung von Rechnungen gültig, das als RTIR (Real Time Invoice Reporting) bekannt ist. Die Daten der Mehrwertsteuer der ausgehenden Rechnungen werden elektronisch an die NAV (National TAX and CUSTOMS Administration) gesendet.

 

Neue RTIR Version

Ab April 2020 verpflichtet die ungarische Steuerbehörde NAV alle Steuerzahler die Version XML 2.0 für die Echtzeitmeldung von Rechnungen zu verwenden. Zusätzlich zu dieser Aktualisierung wurden auch die Fristen für das RTIR (“Online Számla”) geändert.

  • Die Testumgebung des NAV für die neue Version 2.0 ist seit 15. Oktober 2019 in Betrieb.  Unternehmen können ab Februar 2020 die für die Version 2.0 notwendigen Rechnungsinformationen freiwillig senden.
  • Obligatorisch wird die Version 2.0 ab dem 1. April 2020 um 00:00 Uhr.
  • Ab 2021 sind Unternehmen außerdem dazu verpflichtet, Rechnungen, die an nicht juristische Personen (B2C) ausgestellt werden, zu melden. Auch innergemeinschaftliche Unternehmen müssen dann ihre Rechnungen an den NAV melden.

Betroffene Unternehmen

Dieses obligatorische System gilt für alle Rechnungen, deren Mehrwertsteuer einen Betrag von HUF 100,000 (ungefähr 320 EUR) überschreitet. Ab Juli 2020 wird diese Einschränkung aufgehoben und somit müssen ab diesem Datum alle Rechnungen an den NAV gemeldet werden, unabhängig vom Rechnungsbetrag. Diese Verpflichtung ist für alle in Ungarn registrierten Unternehmen gültig, die mehrwertsteuerpflichtig sind.

Informationen und Fristen

Die Verbindung mit der ungarischen Steuerbehörde NAV erfolgt über Webservices. Jeder Nutzer muss sich im NAV-System registrieren und ein technisches Profil einrichten, um die Daten an die online Plattform senden zu können. Die NAV sendet den Status jeder Rechnungsmeldung zurück.

Die Meldung der Mehrwertsteuerdaten erfolgt unmittelbar ohne menschliche Intervention auf elektronischem Wege.

Format

Das für die Übermittlung geforderte Format der Rechnungsdaten ist XML.

Die Systeme der Unternehmen müssen allerdings auch fähig sein, ihre SAF-Dateien zu übermitteln, wenn dies von der Steuerbehörde verlangt wird. Diese müssen folgende Informationen enthalten:

• Allgemeine Buchhaltung, Kunden, Lieferanten und Mehrwertsteuer

• Forderungen

• Verbindlichkeiten

Benachrichtigungen der NAV

Die Steuerbehörde NAV validiert jedes Dokument und sendet an den Rechnungsaussteller eine Statusnachricht, wenn alle Anforderungen erfüllt werden.

Diese Nachricht wird im elektronischen XML-Format übermittelt und kann in das ERP-System des Ausstellers integriert werden, damit die Informationsverarbeitung bequem und rasch erfolgen kann.

Die Statusmeldungen informieren über technische Fehler, welche die Ablehnung der Rechnung durch die NAV zur Folge haben, und auch über semantische Fehler, welche kein Problem für die Annahme der Rechnung darstellen. Außerdem übermittelt die Behörde eine Bestätigung der Rechnungsannahme.